Welcome to the Hastedt Musical Edition Bremen
Rediscovery of a musical landscape - Four decades of music in the GDR
Since 1997 hastedt has presented important female and male composers with exemplary works. The depreciation of the "GDR culture" which has never gone out of fashion in the twenty years since the Wall came down (and which in reality shows nothing but general indifference) is self-confidently confronted by the Hastedt programme. What matters here is no just "GDR culture" and by no means nostalgia: it is outstanding music created in the GDR and performed by magnificent orchestras and soloists of the former GDR. All our recordings are published on sound storage media for the first time!
It is time to listen - let yourself be enticed.
Branka
MusulinBranka Musulin war Schülerin von Alfred Cortot und Yvonne Lefébure in Paris gewesen und hat später bei Max von Pauer und Alfred Casella studiert. In den 50er und 60er-Jahren des vorigen
Jahrhunderts war sie eine wichtige Person im Konzertleben Europas und Japans gewesen und hat
bevorzugt mit Dirigenten so unterschiedlicher Temperamente wie Celibidache, Keilberth oder
Konwitschny zusammengearbeitet. Sie war eine charismatische Pianistin gewesen, schenkt man
den Zeugnissen ihrer Zeitgenoss/inn/en Glauben, und wusste 'französische Klarheit' mit 'slawischem Sentiment' zu vereinen, ja, sie war eine Klang-Magierin die ihr Instrument zum Singen bringen konnte.
Endlich gibt es jetzt eine CD, die nur ihr gewidmet ist; zusammen mit dem Radiosinfonieorchester Stuttgart spielt sie zwei Mozart-Klavierkonzerte und das frühe Variationen-Werk über ein Mozart-
Thema von Chopin - alle drei Aufnahmen natürlich Erstveröffentlichungen.
Anja
ThauerSie gehörte zu den ganz großen Cellisten des vorigen Jahrhunderts und war dennoch ganz vergessen gewesen. Als vor einem Jahr eine erste CD von ihr bei uns erschienen ist, erweckte dies Begeisterung nicht nur in der Fachwelt.
ANJA THAUER hat im Laufe ihres aktiven Jahrzehnts als Cellovirtuosin mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart die Konzerte von Saint Saëns, das selten gespielte von Eugen d'Albert und die Rokoko-Variationen von Tschaikowsky eingespielt; Aufnahmen, die auf unserer Neuerscheinung zusammen mit der einzigen Cellosonate Chopins erstmals veröffentlicht werden. Ein MUSS für jeden Cello-Interessierten!
Anja
ThauerAnja Thauer (1945-1973) war Schülerin von Ludwig Hoelscher und André Navarra und in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine in vielen europäischen Städten von Publikum und der Kritik gleichermaßen gefeierte Solistin.
"... wer diese Aufnahmen hört, wird sich fassungslos an den Kopf greifen und fragen, wie diese Vergessenheit zu begründen ist. Wie Thauer das Con brio im Kopfsatz der Strauss-Sonate umsetzt, wie burschikos und dynamisch höchst differenziert sie das Scherzo der Reger-Suite gestaltet, wie kompromisslos und rhythmisch stringent sie das Allegro bei Schostakowitsch nimmt, wie verspielt bei ihr das Scherzo von Francaix klingt - all das macht ihr Musizieren unverwechselbar. ..."
(Christoph Vratz in FONO FORUM 05/ 2011)
"... Selten habe ich einen ähnlich blühenden, lodernden Ton von einem Cellisten gehört ... ein ernstzunehmender Zugang, der bei manchen Werken absolut Wunder wirkt und heute zumeist nicht nur verpönt ist, sondern auch nicht beherrscht wird. ..."
(Jürgen Schaarwächter in klassik.com 14.04.2011)
"...die tragisch früh gestorbene deutsche Jacqueline du Pré" Harald Eggebrecht (SZ 11.12.2010)
Kurt
Schwaen
Poldi
MildnerPoldi Mildner war ein 'Wunderkind' am Klavier, debütierte als Zwölfjährige mit dem 1. Liszt-Konzert im Wiener Konzerthaus und begann mit 16 Jahren ihre internationale Karriere in Europa, den USA und in Südamerika, die sieben Jahrzehnte anhalten sollte. Seit 1939 in Buenos Aires sesshaft, nimmt sie in den siebziger Jahren eine Klavierprofessur in Mainz an und kehrt nach ihrer Emeritierung in den neunziger Jahren nach Buenos Aires zurück. Ihr wichtigster Lehrer war der Pianist und Komponist Moriz Rosenthal (1862-1946) gewesen. Hört man die hier vorgestellten Plattenaufnahmen von 1947-1954, scheint sich in ihrem Spiel ein Musizierstil aus dem neunzehnten Jahrhundert zu spiegeln.
Victor
Bruns