hastedt
Musikedition - Bremen


Ingeborg Herkomer
Juliane Lerche
Ingeborg Herkomer und Juliane Lerche
an zwei Klavieren

I. Hans-Georg Burghardt
Doppel-Konzert für 2 Klaviere und Orchester (1958)
Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig, Ltg. Heinz Fricke
Rundfunkproduktion vom 3. Juli 1961
(27:23)

II. Günter Raphael
Toccata für zwei Klaviere op.45 (1937)
Rundfunkproduktion vom 12. Mai 1961
(11:46)

III.  Cesar Bresgen
Totentanz nach Holbein (1947)
Aufnahme 26. November 1956 Weimar (historical recording)
(34:06)

ht 5317

"So viel Poesie, daß es für ein Wunder reicht."  Thüringer Landeszeitung
Biografische Daten

Liest man Konzertrezensionen der 50er und 60er Jahre über das Weimarer Klavierduo Lerche und Herkomer aus Wien oder Prag, aus Berlin oder Salzburg, aus Dresden oder Köln, aus Halle, aus Linz und vielen anderen Städten, so ist allen diesen Kritiken, egal ob im Osten oder Westen geschrieben, zu entnehmen, daß die Verfasser übereinstimmend und ungeteilt begeistert waren von dem, was sie hören konnten. So wurden die beiden Pianistinnen wiederholt von Dirigenten wie Karel Ancerl, Mihai Brediceanu, Heinz Fricke, Kurt Masur, Rolf Reuter oder Horst Stein als Duo verpflichtet.

Ingeborg Herkomer
geb.1921 in Jägerndorf-Nordmähren, studierte Klavier in Troppau bei Hans Keitel. 1941 folgte das Examen für das Lehrfach Musik in Prag und bis 1944 war sie Meisterschülerin bei Elly Ney am Mozarteum in Salzburg. Von 1949 bis 1951 war sie Dozentin an der Akademie für Musik und Theater in Dresden. 1951 folgte die Berufung an die Musikhochschule in Weimar, seit 1966 Professur. 1966 gründete sie mit Friedemann und Johannes Bätzel, Konzertmeistern der Weimarer Staatskapelle, das Weimar-Trio. Als Sektionsleiterin der Chopingesellschaft der DDR veranstaltete Frau Herkomer "Tage der polnischen Musik" und hielt kontinuierlich Vorträge über kunst- und musikgeschichtliche Themen. Sie starb 2003.

Juliane Lerche
geb.1913 in Schluckenau-Nordböhmen, studierte Klavier bei Eugen Kalix in Prag, bei Karl Fehling in Dresden und bei Edwin Fischer in Salzburg. Sie konzertierte mehrere Jahre mit dem Prager Deutschen Streichtrio und war Liedbegleiterin von Emmy Loose. Von 1940-1945 unterrichtete sie in Reichenberg (Liberec-Tschechien), von 1946-1948 an der HfM Leipzig. 1948 erhielt sie eine Berufung an die Franz-Liszt-Hochschule für Musik in Weimar, an der sie 1956 eine Professur erhielt. Frau Lerche gab mehrere Bände tschechischer Klaviermusik und das "Neue Kompendium der Klaviermusik" heraus. Wiederholt war sie Jurorin bei Internationalen Klavierwettbewerben und initiierte das "Internationale Musikseminar Weimar". Sie starb 2001.
nach oben